s0voll Amphibienschutz im Rammersweier Wald - 8

(2015) Nachdem im Sommer 2015 auch die behördliche Genehmigung vorliegt, wird am 22.10.2015 durch den Dipl. Biol. Ingo Kramer vom Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V., Bezirksstelle Freiburg, eine Fischbestandserhe- bung durchgeführt. Die dicke Schlammschicht im Teich verhindert eine effektive Befischung. Nach Begutachtung des Biotops und Erörterung mit Herrn Kramer können folgende Schlüsse gezogen werden:

1. Es wurden Karpfen und Rotaugen nachgewiesen, welche selbstrepro- duzierende Arten sind.

2. Der hohe Anteil an Jungfischen belegt, dass sich die Fische problemlos fortpflanzen können.

3. Mit einem natürlichen Aussterben des Fischbestandes aufgrund der vor- liegenden Verhältnisse ist nicht zu rechnen.

4. Es sind keine Hinweise auf Hechte vorhanden.

5. Der hohe Schlammanteil im Teich verhindert eine intakte Unterwasser- flora

6. Maßnahmen sollten sich nicht nur auf die Entnahme der Fische beziehen, sondern auf alle Faktoren, welche die Qualität des Biotops beeinträchtigen.

 

 

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Am 20.11.2015 wurde mit dem Aphibienexperten Hubert Laufer die Situation des Teichs diskutiert und zur Verbesserung der Biotopqualität folgender Lösungsweg erarbeitet:

1. Der Wasserspiegel im Teich muss so weit wie möglich abgesenkt werden, damit der überwiegende Teil des ver- schlammten Teichgrundes trocknen kann. Hierdurch tritt eine Verdichtung und Mineralisierung des Schlammes ein, so dass dieser bei späterem Aufstauen des Wassers nicht mehr aufgewirbelt wird.

2. Während der Absenkung des Wasserspiegels wird der Teich abgefischt.

3. Die Maßnahme ist im Spätsommer bis Herbst durchzuführen. Für den Prozess der Mineralisierung muss der Schlamm über mehrere Monate trocknen können.

4. Im darauffolgenden Frühjahr kann Teichwasser wieder aufgestaut werden.

5. Um den Teich zu entwässern wird der Auslauf des Teichs und das dahinter liegende Bachbett vorübergehend durch Ausbaggern vertieft.

6. Um den Teich warten zu können ist ein künstlicher Abfluss im vertieften Bachbett zur Entwässerung herzustellen. Der Einlauf im Teich wird durch einen „Mönch“ abgeschlossen.

7. Schaffung von Flachwasserzonen

 

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